Burmesische Dokumentation “Midwives” am 19.11.24 im ZEBRA-Kino Konstanz

Liebe Mitglieder und Unterstützer,

Das Programmkino ZEBRA hat auf Anregung unseres Vereins Hilfe für Entwicklungsländer – AKTION MYANMAR (Vorsitz: Dres. Marlies und Fritz Fröhle, Reichenau) sowie der Frauenrechtsgruppe AMICA (Vorsitz: Hannah Riede, Freiburg-Dingelsdorf) die Vorführung des preisgekrönten burmesischen Dokumentarfilms Midwives organisiert.

Regie: Snow Hnin Ei Hlaing, Myanmar
Termin: 19. November 2024, Zeit: 18:30 Uhr


Inhalt: Der Dokumentarfilm MIDWIVES zeigt die Arbeit zweier Hebammen: der Buddhistin Hla und der Muslimin Nyo Nyo. Trotz ihrer unterschiedlichen ethnischen und religiösen Zugehörigkeit arbeiten sie gemeinsam in einer improvisierten Klinik im Westen Myanmars. Die Rechtlosigkeit der muslimischen Rohingyas stellt dabei eine große Herausforderung dar. Besonders Hla, die buddhistische Ausbilderin, wird immer wieder bedroht. Dennoch geben beide Frauen nicht auf und setzen alles daran, schwangeren Frauen und Neugeborenen zu helfen.


Im Jahr 2016 wurden ca. 600.000 bis 800.000 Rohingyas nach Bangladesch vertrieben. Die Rohingya sind in Myanmar offiziell nicht als eigenständige Bevölkerungsgruppe anerkannt und gelten laut den Vereinten Nationen als „die am stärksten verfolgte Minderheit der Welt“. Als Staatenlose besitzen sie keinerlei Rechte: Sie dürfen nicht wählen, haben keinen Zugang zu höherer Bildung, und eine offizielle Ausreise ist ihnen untersagt.

Der bemerkenswerte Dokumentarfilm der burmesischen Regisseurin Snow Hnin Ei Hlaing entstand über einen Zeitraum von sechs Jahren. Mit großer Empathie beleuchtet er die komplexen Probleme des multiethnischen Landes, das seit 2021 von einer Militärdiktatur beherrscht wird und in eine schwere humanitäre Katastrophe gestürzt ist. Myanmar, einst ein Hoffnungsträger der Demokratiebewegung, ist mittlerweile weitgehend aus den Schlagzeilen der Weltpresse verschwunden.

Film des Monats Januar 2024 der Jury der Evangelischen Filmarbeit.

Moderation: Nickey Diamond, myanmarischer Menschenrechtler und persönlicher Bekannter der Regisseurin, M.A., Ph.D.-Candidate in Social and Political Anthropology, Universität Konstanz (Prof. Judith Beyer).

Ein herzlicher Dank geht an das Zebra-Kino für die großartige Kooperation sowie an den Südkurier Konstanz für die geplante Ankündigung des Films.

Wir freuen uns über eine rege Beteiligung. Spenden werden weiterhin dringend benötigt.

Mit lieben Grüßen von der nebligen Insel,

Marlies und Fritz Fröhle

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Spendenaufruf gegen die humanitäre Not in Myanmar

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Nachruf Prof. Alain Patel